Bodycam für Krankenhäuser

Pflegepersonal und Mitarbeitende in der Notaufnahme sind bei ihrer Arbeit immer wieder mit aggressivem oder bedrohlichem Verhalten konfrontiert – etwa durch stark alkoholisierte oder aufgebrachte Patientinnen und Patienten, durch Angehörige unter emotionaler Belastung oder bei langen Wartezeiten.

Eine Bodycam kann in solchen Situationen deeskalierend wirken und im Streitfall zur Dokumentation des tatsächlichen Ablaufs beitragen.


MyBodyCam als softwarebasierte Alternative

Klassische Bodycam-Hardware bedeutet für ein Krankenhaus: Anschaffung eigener Geräte, Ladeinfrastruktur, Wartung und eine feste Investitionssumme – meist über eine separate Beschaffung.

Hinzu kommt ein Aspekt, der die Einführung in der Praxis oft schon im Vorfeld ausbremst: Klassische Bodycams sind als sichtbar am Körper getragene Geräte konzipiert. Für viele Häuser ist kaum vorstellbar, dass Pflegepersonal mit einer sichtbar am Kittel befestigten Kamera durch den Klinikalltag geht – gegenüber Patientinnen, Patienten und Angehörigen wirkt das schnell befremdlich und passt nicht in ein klinisches Umfeld.

MyBodyCam nutzt stattdessen das ohnehin vorhandene Diensthandy – ein Gerät, das ohnehin in der Kitteltasche oder griffbereit am Arbeitsplatz liegt. Keine zusätzliche Hardware, keine separate Anschaffung und keine dauerhaft sichtbare Kamera: Die App wird auf den bereits genutzten Geräten installiert und kann situativ – erst im Bedarfsfall – aktiviert werden, statt permanent sichtbar am Körper getragen zu werden. Gerade dieser Unterschied kann für viele Häuser der entscheidende Faktor sein, eine Bodycam-Lösung überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Dabei stehen unter anderem zur Verfügung:

  • Standby-Modus für sofortige Aktivierung per Sprachbefehl oder Taste, auch wenn keine Zeit zum Entsperren bleibt
  • Spiegelkamera-Ansicht, die bereits durch ihre Sichtbarkeit deeskalierend wirken kann, ohne dass aufgezeichnet wird
  • Cloud-Sicherung ab der ersten Sekunde der Aufnahme – unabhängig davon, was mit dem Gerät im weiteren Verlauf passiert
  • Sichtbare Aufnahme-Anzeige, die dem Gegenüber unmittelbar signalisiert, dass die Situation dokumentiert wird
  • Automatischer Warnhinweis, der das Gegenüber verständlich über die aktive Live-Übertragung in die Cloud informiert – abrufbar auch in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Polnisch, Türkisch und Arabisch, was gerade in der Notaufnahme mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen unterschiedlicher Herkunft hilfreich sein kann
  • Automatische Benachrichtigung per SMS und E-Mail mit Link zum Live-Stream (optional inkl. Standort) an hinterlegte Kontakte – im institutionellen Einsatz z. B. eine zentrale Melde- oder Ansprechstelle wie Leitstelle, Sicherheitsdienst oder eine vorgesetzte Person, statt privater Vertrauenspersonen

Mehr zum grundsätzlichen Konzept: Bodycam für Smartphones – MyBodyCam


Das Konzept im Video

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Ein Hinweis zur Anwendung im klinischen Umfeld

Anders als bei einem reinen Publikums- oder Kontrolldienst kann eine Aufnahme im Krankenhaus unter Umständen auch Gesundheitsdaten Dritter erfassen – etwa wenn im Behandlungsbereich oder in Anwesenheit anderer Patientinnen und Patienten aufgenommen wird. Das berührt besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und geht über die reine Mitarbeiter-Dokumentation hinaus.

Wir empfehlen daher, den Einsatzbereich bewusst einzugrenzen – etwa auf Empfang, Notaufnahme-Tresen oder Sicherheitsdienst – und den konkreten Umfang vorab mit der betrieblichen oder behördlichen Datenschutzbeauftragten bzw. dem Datenschutzbeauftragten des Hauses abzustimmen.


Rechtlicher Rahmen

Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (Art. 28 DSGVO)
  • Mitbestimmung – je nach Trägerschaft durch Betriebsrat, Personalrat oder Mitarbeitervertretung (MAV)
  • Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten des Hauses zum Einsatzbereich (siehe oben)
  • Regelung der Nutzung im Rahmen einer Dienst- oder Betriebsvereinbarung

Die konkrete rechtliche und organisatorische Ausgestaltung liegt beim jeweiligen Haus; wir unterstützen bei der fachlichen Einordnung.


Preise

Ab 15 € pro Nutzer und Monat, ganz ohne Hardware-Investition. Ab 10 Accounts bieten wir individuelle Staffelpreise.

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